Leitfaden für Eltern und Lehrkräfte, um ihre Kinder im Internet zu schützen!

gefährliche Kinderapps, Spielkonsolen, Tablet, Handy

 

Heutzutage sehen und hören wir immer mehr Kinder, die mit mobilen Geräten unterwegs sind. Die Nachrichten und  Technologien beeinflussen unser tägliches Leben und auch das Leben unserer Kinder. Leider gibt es auch gefährliche Kinderapps, die Schaden anrichten. Viele von uns haben schon einmal darüber nachgedacht, welchen Einfluss Technologie auf uns persönlich hat. Aber wie viele haben bereits aufgehört, darüber nachzudenken, wie sie unsere Kinder beeinflussen?

85 Prozent der Mütter haben angegeben, mithilfe von Technologien wie Smartphone, Tablet, Laptop, Spielkonsolen die Kinder zu beschäftigen.

Kinder bekommen das erste Internet-fähige Gerät immer früher. Die gleiche Studie zeigt, dass 83 Prozent der Haushalte in Amerika Tablets und 77 Prozent Smartphones besitzen. Selbst in Grundschulen und Kitas wird auf Technologie nicht mehr verzichtet. Die LehrerInnen von Grundschulen nutzen das Internet und stellen Hausaufgaben, die man nur mit Online-Recherche lösen kann. Die Kinder benötigen immer mehr Tools und Apps, um solche Hausaufgaben zu lösen.Die Kitas in Deutschland nutzen die Kinder -Smartphones, um mit den Kindergartenkindern Spiele zu spielen. Hier kommen täglich neue Spiele auf dem Markt.  

Die Technik entwickelt sich ständig weiter und wird aus unserem Leben auch nicht mehr verschwinden. Viele denken aber nicht über die Sicherheitsrisiken oder die Cybersecurity nach, so wie es das Sicher-Stark-Team bereits vor 10 Jahren gemacht hat. Die Bundesgeschäftsstelle hat die ersten Kinder- und Eltern-WEBinare deutschlandweit entwickelt. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat eine besorgniserregende Zahl ans Tageslicht gebracht. 

68 Prozent der Eltern überprüfen die Online-Aktivitäten ihrer Kinder nicht. Die Online-Aktivität steigt dabei von Jahr zu Jahr.

Leitfaden für Eltern und Lehrkräfte, um ihre Kinder im Internet zu schützen!

Für viele Kinder ist die Online-Welt echter als die Realität. 

Für das Wohlbefinden unserer Kinder ist es wichtig, dass wir wissen, was sie online machen. Wir müssen uns mit den guten und schlechten Seiten des Internets beschäftigen und uns damit befassen, welche physischen und emotionellen Einflüsse es auf den Nachwuchs hat.

Das Problem ist und viele werden das gerne zugeben, dass wir die Online-Welt nicht wirklich verstehen. Whats-App, Instagram, Snapchat, Twitter, Google Plus und weitere soziale Medien sind schon verwirrend genug. 4chan und Tor wollen wir erst gar nicht erwähnen. Wer weiß schon was ein "Tor-Browser" ist?

Weiterhin haben wir oft das Gefühl, dass unsere technischen Fähigkeiten nicht ausreichen, um uns in dieser komplexen Landschaft zu bewegen.

Die gute Nachricht ist, dass Sie relativ einfach Kontrollen für Ihr Kind implementieren können, um Kinder im Internet zu schützen.  

 

Noch wichtiger ist aber, dass Sie mit den Kindern über die Gefahren im Internet sprechen sollten oder Ihr Kind zu einem Sicher-Stark-Internet-Workshop anmelden.

 

Webinare für die Sicherheit der Kinder , Eltern und Lehrkräfte

Es gibt WEBinare ,die über das Handy für Kinder und Eltern laufen, und es gibt vor Ort Schulungen

Definiere klare Grenzen, wann Kinder online sein dürfen und auf was sie zugreifen dürfen. Unterstützen Sie Ihr Kind aber auch, wenn sie einen Fehler machen oder wenn sie über das Ziel hinausgeschossen sind. Genau das macht die Erziehung der Kinder doch aus, oder nicht?

In unserem umfassenden Leitfaden gehen wir auf 10 Bereiche ein, auf die Sie sich in unserer komplexen Online-Welt konzentrieren sollten. Behalten Sie den Leitfaden aber auch für die Zukunft im Hinterkopf. Die Kinder wachsen und früher oder später werden Sie es vielleicht mit allen Bereichen zu tun bekommen.

 

1.  Smartphones und Sicherheits-Apps

Laut einer Verbraucherumfrage von Influence Central bekommen Kinder durchschnittlich ihr erstes Smartphone mit 10. Wenn auch Sie Ihrem Kind ein Smartphone schenken, hat das gewisse Vorteile. Ein Smartphone ist ein sehr gutes Sicherheits-Tool. Ihre Kinder können Ihnen mitteilen, wo Sie sich befinden und ob Sie gut in der Grundschule angekommen sind. Sie können Sie auch anrufen, wenn Sie sie abholen sollen. Natürlich gibt es viele weitere Apps, die helfen, die Sicherheit zu erhöhen und die im Notfall eingesetzt werden können. Sie können die GPS-Funktion nutzen, um den Standort Ihrer Kinder zu orten.

 

Es gibt Sicherheits-Apps wie

Komm gut Heim

Companion

Google Maps

Kitestring

"Vertrauenswürdige Kontakte"- App

https://www.wayguard.de/

 

Dass Sie Ihre Kinder jederzeit erreichen können, gibt doch ein enormes Stück Seelenfrieden. Wirklich helfen können die Apps im Notfall aber nicht. Das eigene Sicherheitsgefühl können sie aber deutlich erhöhen.

Besser ist es auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen ("Ich kann was", "Ich bin stark" Ich schaffe das") und das Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit in einem Sicher-Stark-Kurs zu erhöhen.

Smartphones lassen sich aber auch missbrauchen und machen Kinder in einigen Situationen verwundbar. Weil Smartphones persönliche Geräte sind, wissen wir oft nicht, was Kinder damit machen oder wie sie die Gadgets  (Anwendungen) benutzen.

Denken Sie darüber nach, Ihrem Kind ein Smartphone zu geben, sollten Sie einige sehr klare Rahmenbedingungen aufstellen. Hat Ihr Kind bereits ein Smartphone, Tablet, Laptop,stationären PC, kann man die Regeln auch nachträglich einführen und besprechen. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass die mobilen Geräte auch eine große Verantwortung mit sich bringen.

 

Leitfaden für Eltern und Lehrkräfte, um ihre Kinder im Internet zu schützen!

Implementieren Sie die Smartphone-Regeln für Ihr Kind. Stellen Sie sicher, dass Sie in die Telefonaktivitäten Ihrer Kinder einbezogen werden, um sie zu schützen. 

In den Vorträgen von Sicher-Stark werden viele weitere Tipps und Internetabkürzungen an Eltern und Lehrkräfte vermittelt. 

 

Sie können viele Vorkehrungen treffen, um die Sicherheit bei Smartphone, Laptops, Spielkonsolen zu verbessern:

  • Setzen Sie einen Vertrag mit Ihrem Kind auf, bevor Sie ihrem Kind ein Gerät übergeben. Drücken Sie die Smartphone-Regeln aus und befestigen Sie irgendwo im Kinderzimmer, wo sie jeder sehen kann.
  • PDF  Surfvertrag als PDF downloaden
  • Laden Sie Eltern-Apps herunter, um Ihr Kind zu überwachen. Somit lässt sich die Nutzung einschränken. Weiterhin können Sie damit den Standort herausfinden und können die Anrufe sowie Nachrichten kontrollieren. Durch einige Eltern-Apps können Sie auch bestimmte Funktionen zu bestimmten Zeiten deaktivieren. Sie können zum Beispiel die Messaging Apps nachts deaktivieren, sodass Ihr Kind schläft und nicht gestört wird. 
  • Setzen Sie auch Zeitlimits, wann und wie lange Ihr Kind im Netz mit dem Smartphone, Laptop, Spielkonsole surfen darf und sprechen Sie über diese Zeiten, wie lange Ihr Kind pro Tag die mobilen Geräte nutzen darf.
  • Seien Sie Vorbild und Coach. Nutzen Sie bitte die mobilen Geräte nicht am Essenstisch und schreiben Sie keine Nachrichten, während Sie mit dem Auto unterwegs sind. 
  • Platzieren Sie die Aufladestation, Dockingstation an einem zentralen Punkt in Ihrem zu Hause und denken Sie auch an die elektromagnetischen Strahlen die alle mobile Geräte jeden Tag senden.  Die Smartphones und auch die anderen Geräte sollten sich nicht im Kinderzimmer befinden oder Sie sollten ausgeschaltet sein. Studien belegen, dass der Körper auf Elektrosmog empfindlicher reagiert. 
  • Achten Sie darauf, dass die Ruhezeiten von Ihren Kindern eingehalten werden und dass der Nachwuchs die Spielkonsolen, Tablet, Handy, PC auch nachts nicht nutzen.

 

2.  Kindertablets, Laptops und PC

 

Wie Sie bereits erfahren haben, nutzen immer mehr Kinder mobile Geräte. Hier gilt es nach dem Kauf auch darauf zu achten die Erwachsenenbrowser zu deinstallieren oder zu sperren und Kinderbrowser auf den Geräten zu installieren. Auch Kindersuchmaschinen sollten als fester Bestandsteil auf den Geräten zu finden sein. Wenn Kinder bei den Suchmaschinen wie T-online.de, gmx.de, web.de, google.de und weiteren suchen, kann es schnell passieren, dass Ihr Nachwuchs auf Seiten kommt die Angst machen oder Sexseiten zeigen. Hier gilt es auch individuelle Benutzerprofile anzulegen, sollten mehrere Kinder in der Familie ein Gerät nutzen. Wenn mehrere Benutzerkonten auf den Geräten vorhanden sind, können auch bei Hackerangriffen, die die Sicher-Stark-Experten auch regelmäßig nach Einwilligung durchführen, schneller Dateien und Ordner wieder hergestellt werden.      

 

3.  Inhalte streamen und Smart TVs

Wir denken gerne an die Zeit zurück, als sich die gesamte Familie um den Fernseher versammelte, um gemeinsam etwas anzusehen. Viele von uns hatten wahrscheinlich einen eigenen Fernseher und haben viele Stunden ohne elterliche Kontrolle Fernsehen geschaut. Die GEZ und öffentlich rechtlichen Fernsehsender regelten früher für die Eltern, wann, welche Filme zu bestimmten Uhrzeiten ausgestrahlt wurden.  

In der modernen Zeit ist aber das Streamen von Inhalten immer populärer geworden und das zu jeder Uhrzeit. Es gibt mehr Fernsehserien sowie Filme als zuvor und ein Zugriff darauf ist sehr einfach für Ihre Kinder. Viele Inhalte sind aber gefährlich und eignen sich nicht für Kinder.

Hier müssen Sie die Verantwortung für Ihr Kind übernehmen und auch mit Schutzprogrammen wie Kindersicherungen tätig werden.  

Die Streaming-Anbieter bieten aber auch heute viele Vorteile. Bei einigen finden Sie lehrreiche Kinderprogramme und Kinderfilme und Serien. Die meisten zeigen keine Werbung und Ihre Kinder werden nicht von allen Seiten mit Kommerz bombardiert. Das ist beim herkömmlichen Fernsehen oftmals der Fall. Mit Streaming-Inhalten öffnen Sie eine komplett neue Welt für Ihre Kinder. In den Medien-Vorträgen von Sicher-Stark werden viele  Tipps vermittelt, wie Sie das neue Medium für Ihre Kinder einsetzen. Die meisten der großen Streaming-Anbieter haben elterliche Kontrollen eingerichtet. Einige sind dabei besser als andere. Bei Netflix können Sie zum Beispiel separate Profile für sich und Ihre Kinder einrichten.

Mithilfe dieser Tools kann sicher gestellt werden, dass Ihre Kinder nur Zugriff auf für sie angemessene Inhalte haben. Das Menü für Kinder hat bei Netflix eine andere Farbe als das normale. Deswegen sehen Sie immer sofort, ob die Kinder auf für sie angemessene Inhalte zugreifen oder nicht. Das hindert die Kinder aber nicht daran, das Profil zu wechseln. An dieser Stelle müssen Sie vorsichtig sein und Vorkehrungen treffen.

iTunes und Apple TV erlauben es den Eltern, gewisse Bewertungsstufen zu benutzen. Damit können Sie einstellen, was Ihre Kinder ansehen können. Im Gegensatz dazu gibt es bei Amazon Prime keine elterlichen Kontrollen. Hier können Sie sich von Ihrem Konto anmelden und das Passwort erhalten, natürlich nicht Ihre Kinder, und behalten Sie in einem Passwort-Safe. Was das ist und wie das geht, wird in den Sicher-Stark-Vorträgen ausführlich behandelt. 

Alle diese Tools ersetzen aber keine ernsthafte Konversation, die Sie mit Ihrem Kind führen sollten, darüber was sie ansehen dürfen und was nicht.

Auch LehrerInnen und ErzieherInnen sollten Weiterbildungen und Fachkräfteschulungen beim Sicher-Stark-Team zu diesem Thema nutzen. 

Überwachen Sie regelmäßig die Fernsehzeit und begrenzen Sie die Anzahl der Stunden und Programme, die Ihre Kinder am Tag fernsehen. Integrieren Sie Jugendschutzeinstellungen für die Grundschulkinder. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Inhalt der Sendung und verbringen Sie Zeit vor dem Fernseher als Familie.

4. Spielkonsolen und Online-Spiele

Laut der NPD-Gruppe spielen 91 Prozent aller amerikanischen Kinder zwischen 2 und 17 Jahren Videospiele. Spielkonsolen lösen bei vielen Eltern Besorgnis aus. Es gibt viele Spiele mit gewaltsamen und sexuellen Inhalten. Deswegen müssen Sie gut aufpassen, welche Spiele Ihre Kinder zocken.

Auch der Bereich Multiplayer und Spiele, die komplett online sind, müssen in Betracht gezogen werden, weil hier noch größere Gefahren lauern und Ihre Kinder Opfer von Missbrauch werden könnten. 

Bei vielen Spielen ist es erlaubt, dass Menschen aus allen Ländern miteinander kommunizieren. Es gibt immer mehr pädophile Ringe ,die versuchen Kinder zu verschleppen oder zu entführen. Gerade aus dem Ausland sind diese Banden gut organisiert und versuchen in Deutschland Kinder zu entführen.   

Ihre Kinder werden möglicherweise Opfer von Belästigung und Cybermobbing. Kinder fühlen sich vielleicht auch zu anderen Spielern hingezogen und verraten zu viele persönliche Informationen.

Hier helfen die Sicher-Stark-Kurse, Kinder zu schützen.  

Spiele sind aber auch eine tolle Möglichkeit, um gewisse Fähigkeiten zu erlernen und zu verbessern. Sie helfen, Problemlösungen zu stärken und vermitteln, dass man auf ein Ziel hinarbeiten sollte. Auch die Teamarbeit und Motivation wird möglicherweise gestärkt. Spiele sind weiterhin eine tolle Option, die Familie näher zusammenzubringen.

Bei einigen Spielen gibt es bereits strenge elterliche Kontrollen und die Eltern können überwachen, was die Kinder spielen.


Ermutigen Sie Ihre Kinder, über die Spiele zu sprechen, die sie spielen. Eine gute Vertrauensbasis ist sehr wichtig.

Stellen Sie sicher, dass das Profil Ihrer Kinder auf privat eingestellt ist und nutzen Sie Nicknamen. Denke Sie darüber nach, ob die Spielkonsole an einem Platz aufgestellt wird, der allen leicht zugänglich ist und den alle auch benutzen können. 

Gerade Kleinkinder bedürfen besonderen Schutzes.

Überprüfen Sie bitte immer die Altersfreigaben der Spiele und nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen, die die Hersteller teils kostenlos anbieten, sofern sie vorhanden sind. Beschränken Sie die Personengruppe bei Spielen, die online gespielt werden, nur auf Kinder und nicht auf alle Spieler. Ihre Kinder sollen nur mit Kindern spielen, die sie auch im wahren Leben kennen und achten Sie darauf, dass keine anderen Erwachsen Ihre Kinder kontaktieren können. Dies stellt man unter Benutzereinstellungen in der Regel ein.

 

5.  Soziale Medien

Die Formate und Internetseiten haben sich zwar geändert, aber Eltern sorgen sich seit Jahren, welche TV-Serien und Video-Spiele ihre Kinder konsumieren. Soziale Medien sind aber ein neues Feld, um das sich Eltern Sorgen machen müssen.

Soziale Medien sind bei Kindern und Jugendlichen allgegenwärtig: 71 Prozent verwenden mehr als eine soziale Plattform. Kinder verbringen heute viel Zeit in sozialen Medien. Eine Studie der gemeinnützigen Gruppe Common Sense Media zeigte, dass 8- bis 12-Jährige bereits 6 Stunden online pro Tag verbringen. Die meiste Zeit davon tummeln sie sich in sozialen Medien. Bei den 13- bis 18-Jährigen sind es sogar enorme 9 Stunden!

Bei den meisten sozialen Plattformen müssen Ihre Kinder mindestens 13 Jahre alt sein, um sich anmelden zu können. Laut einer kürzlich durchgeführten Harvard-Studie haben 68 Prozent der befragten Eltern ihren jüngeren Kindern dabei geholfen, ein Konto einzurichten.

Soziale Medien können vor allen Dingen Kinder und Jugendliche süchtig machen. Außerdem gibt es gewisse Gefahren, wie zum Beispiel Cybermobbing, Teilen von unangemessenen Inhalten und Kontakt zu Fremden (mehr dazu weiter unten).

Zugriff auf soziale Medien steht auch im Zentrum von Kindern, um eine soziale Identität zu entwickeln. Kinder und Influencing in sozialen Medien werden noch weiter zunehmen.

Kinder und Influencing in Sozialen Medien

Sie kommunizieren auf diese Weise mit Freunden, aber auch Fans und es verbergen sich Gefahren und Abhängigkeiten. Wichtig an dieser Stelle ist es, Grenzen zu setzen, bevor man sich selbst aufgibt und dass die gesammelten Erfahrungen positiv bleiben. 


Gewähren Sie Ihren Kindern keinen alleinigen Zugriff auf soziale Medien, bis sie alt genug sind. Am besten wird der Computer an einem Ort platziert, der von allen Familienmitgliedern häufig genutzt wird. Schränken Sie die Zeit ein, die der Nachwuchs auf sozialen Medien verbringen darf. Blockieren Sie den Standortzugriff für alle Apps und konfigurieren Sie die Datenschutzeinstellungen entsprechend. Überwachen Sie öfters die Online-Aktivitäten Ihrer Kinder und seien Sie kritisch bei Angeboten oder Offerten. 

 

6.  Cybermobbing

Das Leben unserer Kinder spielt sich seit Jahren online ab. Leider sind immer mehr Kinder in die Online-Welt umgezogen und tauschen sich dort aus, anstatt im wahren Leben. 

Cybermobbing geht oft durch die Nachrichten. Es gibt immer wieder Berichte von Selbstmorden wegen anhaltender Belästigung in Grundschulen. 

Cybermobbing passiert auf allen Plattformen, die wir bisher genannt haben und es gibt viele verschiedene Formen: Verbreitung von Gerüchten und Versenden von Drohungen über soziale Medien, SMS oder E-Mail. Es werden Identitäten gefälscht und sich für andere Kinder ausgegeben, private Fotos und Videos ohne Einverständnis weitergeleitet und so weiter. Es kommt nicht selten vor, dass man andere Kinder erniedrigen oder degradieren möchte.

Cybermobbing ist besonders problematisch, weil es in der Öffentlichkeit stattfindet. Wurde ein Kind in der Vergangenheit auf dem Spielplatz schikaniert, haben das nur einige der Gleichaltrigen mitbekommen. Nun können sehr intime Informationen eines Kindes im Internet auftauchen und sind dort für immer einsehbar, außer es werden eine entsprechende Meldung eingereicht und die Informationen gelöscht. Aber selbst dann sind diese Informationen auf einem weltweiten Server abrufbar. Die Sicher-Stark-Organisation klärt in den bundesweiten Vorträgen darüber auf und kennt Server, wo 20 Jahre rückwirkend noch Einträge aus dem Netz zu finden sind. 

Cybermobbing kann sowohl den Online-Ruf des Opfers als auch des Täters nachhaltig schädigen. Es sind einschneidende Erlebnisse für die Zukunft der Kinder. Das Problem kann sich unter Umständen später auf die Bildung und die Arbeit auswirken. 

Das Problem ist auch anhaltend. Bei herkömmlicher Schikane fand ein Kind im Haus meist einen schützenden Ort. Digitale Plattformen sind aber immer und überall verfügbar. Opfer von Cybermobbing tun sich schwer, irgendwo Linderung oder Entlastung zu finden.

Oftmals ist es sehr schwierig zu erkennen, ob Ihr Kind online schikaniert wird. Es spielt sich, wie gesagt, online ab und Lehrer sowie Eltern bekommen das weniger wahrscheinlich mit. Weniger als die Hälfte aller Kinder, die online gemobbt werden, erzählen ihren Eltern davon. Deswegen wissen die Eltern nicht, was der Nachwuchs gerade durchmacht. Das ist die Aussage der Internet Safety Organization i-SAFE. Laut einer Studie der US-Regierung mussten 21 Prozent der Kinder zwischen 12 und 18 schon Mobbing über sich ergehen lassen. 16 Prozent wurden online schikaniert.

Sie können Cybermobbing am besten verhindern oder stoppen, indem Sie das Verhalten Ihrer Kinder beobachten. Es gibt einige Warnzeichen, die für sich sprechen. Ignorieren Sie nicht.

Wird ein Kind gemobbt, schalten Sie das alte Konto für eine soziale Plattform ab und erstellen ein neues. Vielleicht meiden Sie mit Ihrem Kind diese soziale Plattform, auch wenn Tochter oder Sohn früher dort großen Spaß hatte. Opfer (und Täter) von Cybermobbing verbergen oftmals den Bildschirm, wenn sich Leute in ihre Nähe begeben. Weiterhin wollen sie nicht darüber sprechen, was sie online tun bzw. erlebt haben. Die Kinder leiden emotional oder ziehen sich immer weiter zurück. Pflegen Sie so früh wie möglich ein offens Verhältnis zu Ihrem Kind und sprechen Sie über die Dinge, die dort geschehen.  

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Cybermobbing.

 

7.  Datenschutz und Informationssicherheit

Als Eltern sorgen wir uns natürlich, welche physischen und emotionalen Auswirkungen die Online-Welt auf unsere Kinder haben. Kinder sind für Bedrohungen in Bezug auf die Informationssicherheit anfällig, die finanziellen Schaden anrichten. Eigentlich sind es genau die gleichen Bedrohungen, mit denen sich auch Erwachsene herumplagen: Malware und Viren, Phishing-Betrügereien und Identitätsdiebstahl.

Das Problem an dieser Stelle ist, dass Kinder wesentlich unerfahrener sind. Weiterhin vertrauen sie anderen schneller als wir skeptischen Erwachsenen. Für Kinder ist es vielleicht keine große Sache, persönliche Informationen wie Name und Adresse an andere weiterzugeben. Cyberkriminelle schaffen es vielleicht durch geschickte Tricksereien, dass der Nachwuchs Ihre Kreditkarteninformationen herausgeben. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie böswillige Hacker und Diebe durch Ihre Kinder an Informationen kommen. Kostenlose Spiele zum Herunterladen, Filme oder auch Klingeltöne sind einige Beispiele. Damit schmuggeln die Angreifer Viren auf die Computer oder mobilen Geräte und stehlen wertvolle Informationen, erst vom Kinder-PC und dann von Ihrem PC, Handy. Denken Sie daran, dass Sie einen Router in der Familie in der Regel nutzen und dort alle Familienmitglieder mit Ihren mobilen Geräten zugreifen. Hat ein Hacker erstmal ein Gerät gehackt, kann dieser im Familiennetzwerk auch Zugriff auf die anderen Geräte erlangen. 

Bösartige Hacker imitieren legitime Firmen, wie zum Beispiel Google, Facebook, Sparkasse, Telekom, Toggo, RTL, und schicken E-Mails an Ihre Kinder, die nach dem Passwort fragen. Vielleicht geben sich die Kriminellen auch als Freunde Ihrer Kinder aus.

 

Was sollten Sie an Ihre Kinder zu diesem Thema weitergeben und mit ihnen besprechen?

  • Diskutieren Sie mit Ihren Kindern über die Online-Bedrohungen, die heutzutage im Internet lauern und schauen Sie seriöse Fernsehberichte bei Youtube, ZDF, RTL, SAT1 an, wie Kriminelle im Netz vorgehen.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, was ein Virus, Malware-Angriff ist oder melden Sie es zu einem Kinderwebinare an und stelle sicher, dass sie die Thematik breits verstehen. Erläutern Sie, wie eine schädliche Spiele-Website aussieht und stellen Sie sicher, dass Ihre Tochter und Ihr Sohn auf solche betrügerischen Angebote, auch Scams genannt, nicht hereinfallen.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Informationen geschützt bleiben. Ihre Kinder dürfen auf keinen Fall ihren vollen Namen, die Telefonnummer und die Anschrift herausgeben. Das gilt auch für die Schule, auf die sie gehen.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Passwörter. Ein starkes Passwort ist die erste Wahl und eine der besten Maßnahmen, um Hacking und Identitätsdiebstahl zu vermeiden. Verwenden Sie einen sicheren Passwortgenerator, wie den von uns zur Verfügung gestellten. Probieren Sie zusammen mit Ihrem Kind Passwörter aus und lachen Sie über die lustigen Kombinationen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass das Passwort Ihrer Kinder so sicher wie möglich ist.
  • Erzählen Sie Ihren Kindern, welche Gefahren im öffentlichen WLAN lauern.  Dadurch werden sie und ihre Geräte ein leichtes Ziel für böswillige Hacker.

 

Das können Sie tun, um eine sichere Umgebung zu schaffen:

  • Installieren Sie ein gutes Antiviren-Programm auf dem Heim-Computer und den Geräten Ihrer Familienmitglieder. Auch die mobilen Geräte benötigen immer einen Virenschutz. 
  • Denken Sie darüber nach, ein VPN auf Ihrem Computer zu installieren. Ein VPN oder Virtual Private Network verschlüsselt Ihre Verbindung und anonymisiert Ihre Online-Aktivitäten. Deswegen ist es für Hacker ungleich schwerer, auf Ihre Geräte zuzugreifen und private Informationen zu stehlen oder abzurufen. 
  • Benutzen Sie und Ihre Kinder bereits viele verschiedene Geräte in einem Haushalt, dann installieren Sie am besten ein VPN auf dem Router. Dann wird sämtlicher Internet Traffic aller Geräte durch das VPN geleitet und ist somit geschützt. In so einem Fall müssen Sie das VPN nicht auf jedem Gerät einzeln installieren.
  • Installieren Sie auch einen Werbeblocker und Ihre Kinder werden nicht durch Werbung beeinflusst. Weiterhin ist die Gefahr viel geringer, auf dubiose Downloads hereinzufallen und die Kinder fangen sich dadurch keine schädliche Software oder sogenannte Malware ein.
  • Besitzen Ihre Kinder ein Smartphone, dann überprüfen Sie, ob die Security-Einstellungen bestmöglich konfiguriert sind.

 

8.  Unangemessene Inhalte online ansehen

Weil das Internet so offen und öffentlich ist, stolpern Kinder vielleicht auch über Inhalte, die nur für Erwachsene bestimmt sind. Kinder finden die Inhalte möglicherweise erschütternd, verwirrend und schmerzlich. “Unangemessener Inhalt” kann bei Kindern Ängste oder Schlafstörungen auslösen. Schützen Sie Ihr Kind, wie oben bereits beschrieben, mit einem Kinderbrowser.  

Es ist nicht leicht, aber irgendwann müssen Sie mit Ihrem Kind über solche Inhalte und darüber reden, was sie online sehen könnten. Viele Kinder reden nicht mit ihren Eltern über Inhalte, die sie gesehen haben, die aber nicht für ihre Augen bestimmt waren. Sie haben Angst, dass ihre Eltern verärgert sind und dass sie vielleicht mit Entzug des Internet-fähigen Geräts reagieren.

Kommt Ihr Kind mit dieser Art Problem zu Ihnen, handeln Sie  am besten ruhig und besonnen und besprechen Sie die Inhalte und wie Ihr Kind zukünftig damit verfährt. 

 Handelt es sich um sexuelle, anzügliche Inhalte, wird das Thema Ihrem Kind vielleicht sowieso schon peinlich genug sein. Das gilt vor allen Dingen, wenn sie mit ihren Eltern über das Thema reden sollen. Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass es sich mit jedem Thema an Sie wenden darf, dass Sie für alle Fragen offen sind.

Kinder treffen online aus verschiedenen Gründen auf sexuelle Inhalte oder Inhalte die nur für Erwachsene bestimmt sind. Vielleicht war es ein Versehen oder Freunde haben ihnen entsprechendes Material gesendet. Möglicherweise waren sie einfach nur neugierig und haben selbst danach gesucht. Auch bei Snuff-Videos (Tötungsvideos) hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu und helfen Sie Ihrem Nachwuchs, dies zu verarbeiten.  

Offenheit hilft an dieser Stelle sehr und Sie sollten mit Ihren Kindern ehrlich über das Thema sprechen. Eine Diskussion über Online-Pornografie ist dabei ein wichtiger Teil. Viele Untersuchungen haben ergeben, dass Pornografie einen nachteiligen Effekt auf junge Leute haben kann. Sie bekommen dadurch ein gestörtes und ungesundes Verhältnis zu Sex. Pornografie kann auch dazu führen, dass Leute andere als Objekte sehen und nicht als Mitmenschen mit Gedanken und Gefühlen. Natürlich ist Neugierde für das Thema Sex und Beziehungen auch völlig normal. So ein Gespräch ist eine tolle Möglichkeit, Ihr Kind in Sachen Sex in die richtige Richtung zu leiten.

Es gibt weiterhin einige Maßnahmen, mit denen Sie verhindern können, dass Ihre Kinder Inhalte sehen, die nicht für ihre Augen bestimmt sind. Elterliche Kontrollen für die Internet-Verbindung wäre ein Beispiel. Beachten Sie aber, dass technische Maßnahmen keine offene Kommunikation mit Ihrem Kind ersetzen.

Reden Sie frühzeitig mit Ihrem Kind und klären es auf. 

  • Lassen Sie Kinder wissen, dass sie mit allen Problemen jederzeit zu Ihnen kommen können. Wenn sie Fragen oder online etwas Verstörendes gesehen haben, ist Ihr Ohr offen und Sie sind für Ihr Kind da.   
  • Lassen Sie es wissen, dass eine gewisse Neugierde in Sachen Sex völlig normal ist. Verweisen Sie sie an positive Online-Ressourcen wie zum Beispiel fragfinn.de oder www.seitenstark.de . Speziell fragfinn.de eignet sich sehr gut für jüngere Kinder. Es gibt für gewisse Altersgruppen entsprechende Sektionen. Vielleicht gehen Sie die Website zusammen mit Ihrem Kind durch und reden über die Themen, die dort aufgeführt sind.

 

Maßnahmen, mit denen Sie unangemessene Inhalte blockieren können:

  • Konfigurieren Sie Filter, um unangemessene Inhalte wie zum Beispiel Pornografie zu blockieren. Der ISP (Internet Service Provider) sollte kostenlose, elterliche Kontrollen zur Verfügung stellen. Das gilt auch für die meisten Spielekonsolen. Die Filter lassen sich normalerweise recht einfach installieren.
  • Installieren Sie einen Werbeblocker, der vor Viren schützt, die unangemessene Inhalte zeigen.

9. Gefährliche Kinderapps

Wenn Ihre Kinder bereits ein Smartphone besitzen, kommen früher oder später neue Herausforderungen auf Sie zu.

Eine Reihe von Apps stellen sich als ideal für Kinder heraus, erweisen sich jedoch als ziemlich bedenklich, bei näherem Hinsehen und Ausprobieren. Wir können sie nicht alle hier aufführen, haben aber einige getestet.

Roblox

Es mag ein unschuldiger Minecraft-Klon erscheinen, aber Roblox ist ein ziemlich unangenehmer Ort, wenn Sie Kinder haben. Dinge aus Blöcken zu bauen ist schön, sicher; die Interaktion mit einigen anderen Spielern ist jedoch absolut verwerflich.

Natürlich ist nicht jeder Spieler auf Roblox ein Pädophiler. Aber Eltern müssen wissen, was gerade im Spiel vor sich geht. Das kann ziemlich schwierig werden, und selbst wenn Sie selbst dem Spiel beitreten, sind Sie sich nicht bewusst, was alles vor sich geht. Glücklicherweise hat Roblox ab 2017 einige Sicherheitsfunktionen eingeführt, mit elterlichen Kontrollen zum Deaktivieren des Ingame-Chats, altersgerechten Einstellungen und verbesserter Moderation.

Reicht das aber? Seien Sie im Netz immer misstrauisch.

Snapchat

Sicher ist dir Snapchat bewusst, die „handliche” verschlüsselte Chat-App, mit der Personen Nachrichten (einschließlich Fotos) mit einer Haltbarkeitsdauer senden können. Grundsätzlich wird die Nachricht kurz nach dem Empfang zerstört, ungeachtet der Screengrab-Tools.

Snapchat ist auch weit verbreitet mit Sexting (das sind Textnachrichten mit sexuellem Inhalt), ein wachsendes Problem für den Nachwuchs. Das Versenden von sexuell expliziten (oder einfach nur nackten) Bildern ist in der westlichen Welt illegal, um Kinderpornografie zu bekämpfen. Snapchat stellt daher ein besonderes Risiko dar. Es ist wichtig, mit Ihren Kindern auch über Sexting zu sprechen. 

Knuddels

Knuddels ist die größte Chat-Community in Deutschland! Sie ist kostenlos und ist ein Kennlernportal. Leider tummeln sich dort aber auch viele Pädophile, die auf Kinder nur warten, um sie zu kontaktieren. Diese Chats haben 24 Stunden geöffnet. Was ist sicher für mein Kind? Werden sie im Internet sicher sein? Ist das eine sichere App? Diese und weitere Fragen beantworten die Sicher-Stark-Experten in den Kinderwebinaren.   

MovieStarPlanet

MovieStarPlanet ist eine soziale Online-Welt mit MovieStar Themen. Obwohl es viel um Spaß geht, ist MovieStarPlanet auch mit dem Schwerpunkt entwickelt worden, die englische Sprache zu lernen. Jedes Kind bekommt eine personalisierte MovieStar Figur, die in animierten Filmen, in Chaträumen und bei Spielen und zum weltweiten Freunde finden, benutzt werden kann.

Leider sind dort auch Pädophile vermehrt unterwegs und fordern Kinder zu sexuellen Handlungen auf. Jeder Pädophile kann sich problemlos auf dieser
Seite austoben. Auch wenn die Betreiber versuchen dies zu unterbinden, einen 100%igen Schutz gibt es dort leider nicht.

Dating Apps: Denken Sie darüber nach!

Online Dating ist eine riesige Industrie. Kinder und Jugendliche werden von der Kultur gecoacht, um ihre Gleichaltrigen anzusprechen. Dank der Facebook-Integration können Kinder bereits ab 13 Jahren auf verschiedene Dating-Apps zugreifen.

Kurz gesagt, wenn Sie Kinder haben die Dating-Apps auf ihrem Handy haben, wird es Zeit mit Ihren Kindern zu sprechen.   

Tumblr

Das Internet hat viele dunkle Orte. Tumblr ist eine Blogging-Plattform, mit der Nutzer Texte, Bilder, Zitate, Chatlogs, Links und Video- sowie Audiodateien in einem Blog veröffentlichen können. Auch hier sind vermehrt Pädophile unterwegs und deshalb ist diese App ungeeignet für Ihr Grundschulkind. 

Leider ist dort adultes Material verbreitet, es besteht auch das Risiko eines Identitätsdiebstahls. 

Es gibt auch die Tatsache, dass das, was auch immer Ihr Kind postet (Tumblr ermutigt das Posten von Bildern) sofort für jeden in der Welt (und insbesondere Tumblr) zu sehen ist. Zugegeben, Tumblr kann helfen, die Entwicklung von Interessen und Hobbys zu fördern. Andere (mehr verantwortliche) Websites füllen diese Funktion jedoch ebenfalls aus.

Jailbreaks

Jailbreaks sind Apps, mit denen Symbole scheinbar verschwinden können.Sie können so das Kinderhandy missbrauchen. Solche Apps sind sowohl auf iOS (sobald der Cydia Store installiert ist) als auch auf Android verfügbar. Angeblich darauf ausgerichtet, dem Benutzer bei der Durchführung anderer Aufgaben zu helfen (z. B. das Löschen von vielen Bildschirmen mit App-Icon-Clutter), können diese Apps verwendet werden, um Apps und Spiele zu verbergen.

Vielleicht nicht so finster und hellip; aber es hängt davon ab, was versteckt wird. Gewaltspiele? Dating-Apps? Schlimmer?

Was auch immer der Fall ist, es gibt wirklich keine Notwendigkeit, Jailbreak Ihren Kindern zur Verfügung zu stellen. Es ist auch unwahrscheinlich, dass Sie in Zukunft jemals Ihr Android rooten müssen.

10.  Online-Kriminelle

In unserem letzten Kapitel beschäftigen wir uns mit der dunkelsten und schrecklichsten Online-Bedrohung: Online-Kriminelle oder Sexualstraftäter, die es auf Kinder abgesehen haben. Laut dem Justizministerium der USA waren bereits 13 Prozent der jungen Leute mit Internet-Zugriff Opfer von sexueller Belästigung. Jedes 25. Kind wurde nach einem Offline-Kontakt gefragt.

Die Kriminellen praktizieren dabei eine Methode, die auch als „grooming” bezeichnet wird. Sie bauen eine gewisse Beziehung zu den Kindern auf, damit sie sie später missbrauchen können.

Das Internet hat es sexuellen Kriminellen, die es auf Kinder abgesehen haben, viel einfacher gemacht. Die Sexualstraftäter suchen sich ihre Opfer mithilfe allerlei digitalen Medien: soziale Medien, E-Mail, SMS und so weiter. Die häufigste Methode ist allerdings der Online Chat-Raum: 76 Prozent aller Begegnungen mit Sexualstraftätern beginnt in einem Chat-Raum.

Sexualstraftäter nehmen oftmals mehrere Identitäten an und geben sich als andere Kinder aus. Damit bringen sie Kinder dazu, mit ihnen zu reden. Sie versuchen, so viele Informationen wie möglich über die Kinder herauszufinden und recherchieren dabei die Social-Media-Profile. Auch die Aussagen aus den Chat-Räumen dienen als Informationsquelle.

Oftmals kontaktieren sie mehrere Kinder auf einmal, aber sie konzentrieren sich meist auf das anfälligste. Den Kriminellen reicht es meist nicht, dass sie mit den Kindern nur online chatten können. Sie tricksen ihre Opfer aus und verwickeln sie häufig in sexuelle Aktivitäten. Das kann entweder via Webcam passieren oder sie schicken Bilder mit sexuellen Inhalten. Vielleicht versuchen sie auch, die Kinder persönlich zu treffen und sie zu missbrauchen.

Es ist oft nicht einfach herauszufinden, ob Ihr Kind von einem Kriminellen kontaktiert wird. Die meisten halten das geheim. 

Es gibt aber einige Warnzeichen: 

Wird ein Kind von einem Sexualstraftäter belästigt, ist es oft sehr zurückhaltend. Die kriminelle Person droht nämlich, Informationen mit Eltern oder Freunden zu teilen. Vielleicht wird Ihre Tochter oder Ihr Sohn auch einfach nur traurig und zieht sich zurück, ist unaufmerksam oder hat starke Stimmungsschwankungen. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Kind weiß, dass Sie immer da sind und ein offenes Ohr haben. Der Nachwuchs soll wissen, dass er mit Ihnen über einfach alles reden kann. 

Über was sollten Sie mit Ihrem Kind sprechen?

  • Klären Sie Ihr Kind über die Risiken zum Thema Online-Kriminelle aufStellen Sie sicher, dass der Nachwuchs weiß, er muss vorsichtig sein. Den Kindern muss klar sein, dass sie nicht mit jedem online sprechen sollen oder dürfen. Wichtig ist auch, dass sie keine persönlichen Informationen an Fremde weitergeben. 
  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie zu Ihnen mit sämtlichen Problemen kommen können, egal um was es sich dabei handelt.
  • Ziehen Sie in Erwägung, einige lehrreiche Inhalte zusammen mit Ihren Kindern anzusehen oder Ihr Kind bei einem Sicher-Stark-Kurs anzumelden . 
  • Glauben Sie, dass Ihr Kind gefährdet ist, dann holen Sie sich Unterstützung von der Schule, Kita oder von der Polizei.

Fazit

Es gibt eine Reihe an technischen Tools, mit denen Sie die Sicherheit Ihrer Kinder verbessern können. Wir sprechen unter anderem von VPNs und Antivirensoftware oder Internet-Filtern, Kinderschutzsoftware, Kinderbrowser sowie elterliche Kontrollen. Keine der Maßnahmen ist aber komplett ausreichend, um die Sicherheit Ihrer Kinder zu garantieren, wenn Sie nicht regelmäßig trainiert werden. 

Wir haben in diesem Leitfaden darauf hingewiesen, dass Sie sich nicht darauf konzentrieren sollten, die technischen Tools zu meistern. Sie müssen auch nicht versuchen, mit den aktuellen Internet-Bedrohungen Schritt zu halten. Das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, glauben Sie uns!

Viel wichtiger ist, dass Sie häufig, offen und ehrlich mit Ihren Kindern über ihre Probleme sprechen. Beachten Sie, dass soziale Netzwerke, Spiele-Provider, Internet-Firmen und auch andere in der Branche oft helfen, Limits in Bezug auf die Inhalte zu setzen. Es ist aber auch so, dass die Firmen sicherlich nicht das Wohlbefinden Ihrer Kinder ganz oben auf der Liste der Prioritäten haben.

Die beste Option, damit Ihre Kinder sicher werden, ist die Praxis, deshalb sind alle Sicher-Stark-Schulungsmaßnahmen aus der Praxis für die Praxis entwickelt worden und die Experten befassen sich jeden Tag mit den neuen Gefahren. Die Kinder und Ihre Sicherheit und Wohlbefinden, steht bei uns an erster Stelle. Das garantieren wir mit unserem guten Namen und über 15-jähriger Erfahrung.    

Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wie sie sich sicher im Internet bewegen. Das ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und ein positives Verhältnis zu Ihrem Kind zu wahren.

Sicherheit im Internet muss für jedes Elternteil und jeden Erziehungsberechtigten eine Priorität sein. Finden Sie unseren Leitfaden sinnvoll, dann teilen Sie ihn doch mit Ihren Freunden und Ihrer Familie via Facebook und Twitter.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Leitfaden in die sozialen Netzwerke weiterleiten oder als

 

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